OSB Schuppen Generator #01 – Wie alles begann

Angefangen hat das Ganze eigentlich damit, dass die Garage zu voll fürs Motorrad wurde. Die Garage, die wir explizit gemietet haben, um die Motorräder unterzustellen.

Da hing allerdings noch ein Grundstück dran, und so ein Grundstück braucht Werkzeug und Material. Der Rasenmäher möchte auch im Trockenen stehen. Ein bisschen Bauholz braucht man immer. Und grillen ist ja auch mal schön.

Die naheliegende Idee ist, na klar, der Geräteschuppen. Anfangsüberlegung war, selbst was aus OSB zu basteln, es liegt noch genug rum, notfalls schnell zum Baumarkt. Aber ach, auch nur Arbeit, kostet Zeit und jede Fahrt zum Baumarkt wird sowieso teurer als man erwartet, weil man:

  1. IMMER vergisst, was Kleinteile kosten.
  2. Die Augen sowieso größer sind als die Taschen tief.

Also recherchiert, was so ein billiger günstiger Metallschuppen kostet. Bei den gängigen Versandhäusern minderwertigen Blechs wird man da schon um die 150–200 € fündig, klasse, ist bestellt, ab in den Warenkorb … oh. Tausende Teile, dünnes Blech, verbeulter Versand. Vielleicht doch ein wenig was Hochwertigeres. Ab wann ist man denn mit der Qualität zufrieden?

Ah ja, 300 € … 500 € … 800 €?

Ja, nee. Eigentlich kann man doch da auch selbst was aus OSB bauen, dann ist das auch maßlich passend zur Garage und sowieso, wer sind wir denn, dass wir uns vor der Herausforderung drücken?

Hier hätte die Geschichte eigentlich vorbei sein können, Zollstock raus, bisschen Bierdeckelrechnung, Anhänger angeschnallt und dann 3–5 mal hin und herfahren, weil die Berechnung eben doch nur so mittelmäßig durchdacht war.

Ich hab nun auch schon ein wenig Erfahrung mit meinen eigenen Unzulänglichkeiten, aber diesmal nicht, diesmal wird alles anders. Wäre doch gelacht, wenn man mit Hilfe dieses „Vibecodens“, das jetzt so im Trend ist, nicht mal eben ein kleines Tool programmieren könnte, das dieses ganz ganz kleine, winzige Planungsproblemchen lösen kann.

Aber auch da hab ich mich verrechnet, die Rechnung hab’ ich ohne den Scope Creep gemacht.

Irgendwie bin ich über OpenSCAD gestolpert und da ich parametrische Erstellung von 3D-Modellen super finde und dachte, dass das sicherlich auch für eifrige KI-Modelle gut dokumentiert und machbar ist, (Jaja, ich weiß, aber ich muss leider auch noch 40 h die Woche knechten und hab dann noch Hobbys und Verpflichtungen) machte ich mich freudig ans Werk.

Here I go overestimating me again

Und ganz ehrlich, am Anfang lief das super. Bisschen NiceGUI hier, bisschen OpenSCAD da, bisschen flat projection in SVG.

Dabei wurde relativ schnell klar, dass ich das Tool auch irgendwo veröffentlichen möchte, nutzbar machen, mit ein wenig Story dazu. GitHub, klar, aber die Zielgruppe sind keine Programmierer, sondern Menschen wie du und ich, die sich einfach einen günstigen Schuppen in den Garten knallen wollen und sich daran erfreuen, mit der 3D-Hütte und den Parametern zu spielen, ohne gleich einen CAD-Lehrgang zu besuchen.

Die Lösung: Browserbasiert, kleine Website, kleines Hosting, nicht kompilieren, einfach Ausgabe ausdrucken, mit fertiger Liste in den Baumarkt, abgehakt. So die Idee.

Nichts davon hatte ich, als ich damit angefangen hab. Während das Tool also Stück für Stück „optimiert“ wurde, entstand diese kleine Website. Nicht nur für dieses eine Projekt, sondern für mehrere Ideen, die mir im Kopf rumschwirren. Änderungen vorbehalten.

Erstaunlicherweise ist Schuppengenerator immer noch nicht ansatzweise fertig, man mag es kaum glauben, aber LLM haben anscheinend Schwierigkeiten damit, sich Dinge im dreidimensionalen Raum vorzustellen. Außerdem greift das Paretoprinzip³.

Ein nicht ganz so dreidimensionaler Rahmen
Ein nicht ganz so dreidimensionaler Rahmen.

Nichtsdestotrotz sind wir hier, und wenn man sich selbst vor vollendete Tatsachen stellt, zum Beispiel durch Erstellen einer Website, ist man eh im Zugzwang.

Also bis zum nächsten Mal.